Der Kaiserpalast, früher einmal eine verbotene Zone für einfache Bürger und Ausländer, soll eine Serie mit Ausstellungen aus dem Ausland veranstalten.
Li Ji, stellvertretender Kurator der auch als Palastmuseum bezeichneten Verbotenen Stadt in Beijing, teilte mit, dass das Museum in den kommenden fünf Jahren eine Reihe von ausländischen Ausstellungen beherbergen werde. Die Reihe sei Teil der Anstrengungen, die Kooperation mit internationalen Museen zu verstärken.
Für das Jahr 2007 ist die Wanderausstellung des Britischen Museums "Britain meets the world" geplant. 2008 sollen Gegenstände rund um Napoleon aus dem Pariser Louvre und Meisterwerke aus der St. Petersburger Hermitage gezeigt werden.
"Alle wertvollen Ausstellung sind willkommen, aber wir werden uns besonders auf Palastausstellungen aus anderen Ländern konzentrieren. Es gibt keinen angemesseneren Platz als diesen für derartige Ausstellungen", sagte Li auf einem chinesischen-amerikanischen Museumsforum.
Der frühere kaiserliche Palast der Ming- (1368 -1644) und Qing-Dynastie (1644-1911) hat bisher unter anderem im Jahr 2005 Ausstellungen wie "Louis XIV: die Schätze des Sonnenkönigs" aus dem Schloss von Versailles und chinesische Keramiken aus einer schwedischen Sammlung beherbergt. In diesem September wurde die Ausstellung "Schätze des Kremels" veranstaltet.
"Die Veranstaltung ausländischer Ausstellungen gibt uns die Möglichkeit, den kulturellen Austausch mit anderen Ländern zu fördern, von unseren ausländischen Partnern zu lernen und ein höheres Ansehen in der Welt zu erlangen", sagt Duan Yong, der Leiter der Abteilung für Kontakte mit dem Ausland des Museums.
Laut Li Ji, ist die Veranstaltung ausländischer Ausstellungen nur ein Aspekt der Förderung interkulturellen Austauschs.
"Wir haben Partnerschaften mit dem Louvre, dem Britischen Museum und der Hermitage etabliert und organisieren gegenseitige Besuche von Kuratoren, akademische Seminare und Zusammenarbeit im Bereich Denkmalschutz", sagt Li.
Die Verbotene Stadt wurde 1925 zum Museum umgewandelt und beherbergt heute eine Sammlung von 1,5 Millionen Gegenständen, die zum größten Teil dem Kaiserhof gehörten.
Der große Komplex war das Heim von 24 Kaisern, ihrer Familien und Kurtisanen und verfügt angeblich über 9999 Räume. Heute ist der Kaiserpalast eines der bekanntesten Denkmäler Chinas und eine beliebte Touristenattraktion. Der Palast wird jedes Jahr von 7 bis 8 Millionen Touristen besucht.
Die UNESCO hat die Verbotene Stadt im Jahr 1987 auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. |