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Vorhang auf für das National Grand Theater
2006/11/16
Vorhang auf für das National Grand Theater

Wie von Seiten der Beijinger Lokalregierung am vergangenen Wochenende verlautete, soll der Bau des neuen National Grand Theaters in Beijing bis zum Juli 2007 abgeschlossen sein. Das vom französischen Architekten Paul Andreu entworfene Theater wird dann im Herbst in Betrieb genommen.

Die im Januar 1998 eingesetzte Projektleitung, die als höchstes Entscheidungsgremium gilt, erklärte das neue Theater zu einer gemeinnützigen Einrichtung, das der Gemeinschaft dienen solle. Die Betriebsleitung obliegt der Beijinger Stadtregierung.

Das Interieur des Theaters soll bis zum Jahresende fertig sein. Nach vier Jahren der reiflichen Überlegung durch politische Entscheidungsträger konnten die Arbeiten damals im Dezember 2001 aufgenommen werden. Neben seiner Lage im Herzen der Stadt Beijing in unmittelbarer Nähe zur Großen Halle des Volkes und zum Platz des Himmlischen Friedens besticht das Theater auch durch seine titanverkleidete Kuppel.

Die sogenannte "silberne Träne" hatte unter Experten aus dem Inland eine Diskussion darüber ausgelöst, ob sich solch ein modernes Design überhaupt ins Zentrum der Stadt integrieren lässt. Wegen seiner energieschonenden und umweltfreundlichen Konstruktion wurde das Gebäude von der US-amerikanischen Zeitschrift Journal Business Week unter die zehn herausragendsten architektonischen Meisterleistungen gewählt.

Mit einer Fläche von 149.500 Quadratmetern besteht der gesamt Theaterkomplex aus drei gigantischen Gebäuden, einem Opernhaus mit 2416 Sitzplätzen, einem Konzertsaal mit einer Sitzplatzkapazität von 2017 Plätzen und einem Theater mit 1040 Sitzplätzen.

Mit einer Investitionssumme in Höhe von 2,69 Milliarden Yuan (rund 268 Millionen Euro) gilt das Theater als größtes Kulturprojekt des 10. Fünf-Jahres-Planes (2001-2005).

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