| Chinesischer Energiekonzern will Kohle künftig im Ausland kaufen |
| 2009/03/08 |
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Der zweitgrößte chinesische Energieversorger Datang erwägt offenbar, Kohle aus Australien und Vietnam zu beziehen. Dies sagte der Geschäftsführer des Unternehmens, Zhai Ruoyu, am Rande der PKKCV-Konferenz gegenüber China.org.cn. Nachdem Vertragsabschlüsse mit inländischen Unternehmen im Dezember gescheitert waren, überlege man nun, Kohle im Ausland zu kaufen, so Zhai in dem Interview. Derzeit stehe man in Verhandlungen mit australischen Anbietern. Man verspreche sich aber eine gute Verhandlungsposition bei Datang, da die Kohlepreise derzeit beständig sinken würden, so Zhai weiter. "Selbst wenn man die Transportkosten mit einbezieht, ist es für uns immer noch günstig, Kohle im Ausland zu kaufen", sagte Zhai gegenüber China.org.cn. Den Großteil seiner Kohle würde Datang aber voraussichtlich weiterhin aus dem Inland beziehen. Derzeit reiche der Kohlevorrat des Unternehmens für eine Verbrauch von rund 20 Tagen, so der Firmengeschäftsführer. Das Unternehme plane, zukünftig mehr in Wasserkraft sowie in andere Energiequellen wie zum Beispiel Atomenergie zu investieren. Während der globalen Rezession würden sich auch neue Angebote erschließen, die man nutzen müsse, so Zhai. Datang sei deswegen bemüht, sowohl im In- als auch im Ausland weiterhin gute Geschäfte zu machen und mit anderen Firmen zu fusionieren. "Wenn ein Unternehmen eine gute und effiziente Arbeitsleistung vorweist, aber derzeit in einer schwierigen finanziellen Lage steckt, wird Datang die geschäftlichen Möglichkeiten prüfen", sagte Zhai. Da der Elektrizitätsbedarf im Inland im letzten Quartal des Jahres 2008 abgeflaut war, wolle sich Datang zukünftig zudem auf den afrikanischen Markt konzentrieren, hieß es weiter. Der zweitgrößte chinesische Energieversorger hatte im vergangenen Jahr einen Verlust von umgerechnet rund 710 Millionen Euro gemeldet und wird sich davon voraussichtlich im ersten Quartal dieses Jahres auch nicht erholen können. Der Unternehmensgeschäftsführer zeigte sich jedoch zuversichtlich, spätestens in der zweiten Hälfte des Jahres wieder bessere Zahlen zu schreiben. Quelle: german.china.org.cn |