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China kauft 35 Milliarden Euro IWF-Obligationen
2009/09/04
 

Die chinesische Notenbank kauft IWF-Obligationen im Wert von 35 Milliarden Euro. Dies ist das erste derartige Geschäft des IWF und soll der Institution den Rücken stärken und Chinas Währungsrisiken lindern.

Der internationale Währungsfonds (IWF) sagte am Mittwoch, dass China sich damit einverstanden erklärt habe, die ersten Obligationen der Institution im Wert von 35 Milliarden Euro zu kaufen. IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn und Yi Gang, Vizegouverneur der chinesischen Notenbank, hätten ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet, so der IWF. Gemäß dem Abkommen wird China 32 Milliarden Sonderziehungsrechte (SDR) (rund 35 Milliarden Euro) kaufen. "Das Kaufabkommen ist das Erste in der Geschichte der Institution und wurde vom Aufsichtsrat am 1. Juli 2009 über die Gesetzgebung zur Ausgabe von Obligationen an Regierungen bewilligt", verkündete der IWF. Das Abkommen sei "ein sicheres Investitionsinstrument für China. Es werde zudem die Kapazitäten des Fonds stärken, sodass dieser seinen Mitgliedern – insbesondere den Entwicklungs- und Schwellenländern – durch die Finanzkrise helfen und so eine weltweite ökonomische Erholung beschleunigen kann""

Die Weltwirtschaft komme langsam aus der tiefsten Rezession seit dem zweiten Weltkrieg heraus, doch die Erholung wird wohl nur stockend vorankommen und die Finanzmärkte dürften instabil bleiben, so der IWF. Um die Weltwirtschaft zu stützen, verteilte der IWF letzten Freitag Sonderziehungsrechte im Wert von 180 Milliarden Euros. Weitere 24 Milliarden sollen am 9. September folgen. Mit den Neuverteilungen von insgesamt 204 Milliarden Euro erhöht sich der Bestand an Sonderziehungsrechte um fast das Zehnfache auf 225 Milliarden Euro. Brasilien, Russland und Indien – die drei Staaten, die zusammen mit China die Schwellenlandgruppe BRIC bilden – werden als potentielle Käufer von IWF-Obligationen gehandelt. Sie sind zudem eine Vorhut der Entwicklungsländer im Kampf um eine bessere Repräsentation in den globalen Finanzinstitutionen.

Quelle: Xinhua

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