Home Über uns Visum Wirtschaft und Handel Bildung und Kultur Links
中文 Deutsch
Ansprache von Generalkonsulin bei dem Empfang anlässlich des 69. Nationalfeiertages der VR China
2018/10/29
 

Ansprache von Frau Generalkonsulin

Mao Jingqiu bei dem Empfang anlässlich des

69. Nationalfeiertages der VR China

und der Einweihung des neuen Generalkonsulats

(28.09.2018)

Sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Herrmann,

sehr geehrter Herr Erster Vizepräsident Blocklet,

sehr geehrter Herr Polizeipräsident Andrä.

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Konsularischen Korps,

liebe Landsleute,

meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich heiße Sie im neuen Generalkonsulat der Volksrepublik China in München herzlich willkommen! Sie alle sind unsere ersten Gäste hier im neuen Haus und Zeugen eines historischen Moments in den bilateralen Beziehungen zwischen China und dem Freistaat Bayern. Besonders herzlich begrüße ich den Bayerischen Staatsminister Herrn Dr. Herrmann der uns die Ehre erweist, unserer heutigen Feier beizuwohnen und zu diesem Anlass eine Rede zu halten.

Herr Staatsminister, Ihre Anwesenheit bringt einmal mehr zum Ausdruck, dass die Bayerische Staatsregierung die Beziehungen zu China hochschätzt. Ich freue mich auch sehr, dass Sie, der Erste Vizepräsident des Bayerischen Landtags Herr Bocklet, heute bei uns sind - und zwar aus einem guten Grund. Vor drei Jahren konnten wir Sie zur feierlichen Grundsteinlegung des Neubaus gewinnen. Und heute sind Sie wieder zu Gast, um mit uns zusammen die Einweihung zu bezeugen. Das ist ein guter Beweis für die engen Kontakte zwischen China und dem Bayerischen Landtag und auch zugleich für Ihr persönliches Engagement.

Ebenso herzlich begrüße ich Herrn Hu Shanjun, den Geschäftsführer der ‚Bank of China Frankfurt' und Frau Prof. Dr. Meng Liqiu, Mitglied der ‚Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina' und Herrn Hu Shanjun, den Geschäftsführer der ‚Bank of China Frankfurt'. Sie beide werden heute als Vertreter chinesischer Unternehmer in Deutschland und der Überseechinesen und chinesischer Unternehmer in Deutschland jeweils ein Grusswort sprechen.

Meine Damen und Herren,

wenn sich eine Privatfamilie entschließt, ein Haus zu bauen, macht sie sich diese Entscheidung sicherlich nicht leicht. Monatelang, vielleicht sogar jahrelang wird diskutiert und geplant - ein langwieriges Verfahren also, welches voll und ganz auf den Bau unseres neuen Generalkonsulats zutrifft. Auch wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht: Vom Erwerb des Grundstücks bis zum ersten Spatenstich hat man jahrelang im chinesischen Außenministerium diskutiert, geplant und die Kosten berechnet. Schließlich wurde im Juni 2015 deutlich, dass an einem Neubau kein Weg vorbeiführt.

Von da an wurde der Bau mit Nachdruck vorangetrieben. Von Beginn an legten wir großen Wert auf Qualität und Funktionalität, auf ein umweltfreundliches und sparsames Energiesystem sowie auf ein stimmiges künstlerisches Konzept. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle allen, die uns stets mit Rat und Tat unterstützt und sich für den Neubau eingesetzt haben - immerhin ist es das flächenmäßig größte Generalkonsulat Chinas in Europa! Mein ganz besonderer Dank geht ebenso an alle chinesischen und hiesigen Bauarbeiter. Das Ergebnis all Ihrer Bemühungen kann sich jetzt besichtigen lassen.

Mittlerweile haben die Beziehungen zwischen China und dem Freistaat Bayern eine neue Stufe erreicht. Die praktische Zusammenarbeit ist in vielen Bereichen wie Wirtschaft, Handel, Kultur, Bildung stetig erweitert und durch regelmäßige hochrangige Besuche und regen Personenaustausch weiter intensiviert worden. Besonders erwähnenswert ist, dass die Partnerschaften mit den chinesischen Provinzen Shandong und Guangdong sowie die zahlreichen Städtepartnerschaften erfolgreich mit Leben erfüllt werden und insbesondere die Menschen im Blick haben. Mich freut es vor allem, dass der Freistaat Bayern erst kürzlich im Juli seine dritte Repräsentanz in Chengdu eröffnet hat, um die bestehende Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und neue Regionen, insbesondere in den westchinesischen Provinzen, für die Zusammenarbeit zu erschließen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die chinesisch-bayerischen Beziehungen in allen Facetten reichhaltig und vorbildhaft sind. Das bisherige Dienstgebäude mit seinen begrenzten Arbeitsräumen war infolge der stetig wachsenden Aufgaben überfordert. Daher wurde ein Neubau unumgänglich, um mit der neuen Entwicklung der chinesisch-bayerischen Beziehung Schritt halten zu können. Die Einweihung eines neuen Gebäudes ist immer auch ein Zeichen zum Aufbruch. Das chinesische Generalkonsulat hat jetzt nicht nur ein neues Zuhause, sondern wir sind auch mit einem neuen Schwung in das neue Gebäude eingezogen - unseren bayerischen Freunden wie auch den Auslandschinesen wollen wir von nun an einen noch besseren Service anbieten.

Meine Damen und Herren,

den Bau des neuen Konsulatsgeländes, der das hohe Niveau der Beziehungen zwischen China und dem Freistaat Bayern gekennzeichnet, haben wir in erster Linie der rasanten Entwicklung der Volksrepublik China zu verdanken. Und damit komme ich zum nächsten Thema: In drei Tagen begeht die Volksrepublik China ihren 69. Geburtstag. Dieses Jahr feiern wir zudem 40 Jahre Reform und Öffnung. Die außergewöhnliche Entwicklung Chinas in den vergangenen 69 Jahren und insbesondere seit Beginn der Reform- und Öffnungspolitik hat enorme Veränderungen mit sich gebracht. Das BIP Chinas ist von 150 Mrd. US-Dollar im Jahr 1978 auf über 12 Billionen US-Dollar Ende vergangenen Jahres gestiegen. Fast 800 Mio. Menschen sind aus der Armut befreit worden. In fast allen Bereichen können wir die Früchte der Wirtschaftsreformen der vergangenen 40 Jahre sehen, vom kompletten Hochschulsystem über eine Spitzenposition in mehreren Technologiebranchen bis hin zu einem einzigartigen Schienennetz für Hochgeschwindigkeitszüge.

Trotz des bemerkenswerten Wandels in den vergangenen 40 Jahren ist China noch immer ein Entwicklungsland. Vor allem in ländlichen Gebieten kämpfen nach wie vor viele Chinesen um die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse. Auch wenn China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist, muss der Reichtum unter knapp 1,4 Mrd. Menschen, oder anders gesagt, unter rund 18 Prozent der Weltbevölkerung verteilt werden. Um der Herausforderungen Herr zu werden, sind wir weiterhin auf Kooperationen mit allen Ländern, vor allem mit Deutschland, angewiesen. Denn von den Vorteilen des Freihandels sind wir fest überzeugt und wir wollen gemeinsam mit allen Ländern dieser Welt die Schicksalsgemeinschaft der Menschheit aufbauen.

Meine Damen und Herren,

Anfang Juli stattete der chinesische Ministerpräsident LI Keqiang Deutschland einen Besuch ab und leitete mit Bundeskanzlerin Merkel zusammen die fünften chinesisch-deutschen Regierungskonsultationen. China und Deutschland bekundeten zu diesem Anlass den Wunsch, ihre umfassende strategische Zusammenarbeit weiter zu verstärken. Auch in vielen globalen Fragen haben beide Seiten einen breiten Konsens erzielt, was für die zukünftige Entwicklung unserer bilateralen Beziehungen von großer Bedeutung ist. Wir haben allen Grund, hinsichtlich der chinesisch-deutschen Beziehungen zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

Zum Schluss wünsche ich der Volksrepublik China weiterhin Wachsen und Gedeihen. Möge die Freundschaft zwischen China und Deutschland, genauer gesagt: zwischen China und Bayern, ewig währen.

Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit und darf nun Herrn Staatsminister Dr. HerrmannXXX ans Mikrofon bitten.

Suggest To A Friend
  Print