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Rede von Herrn Generalkonsul ZHANG Yue auf dem Empfang zum 70. Nationalfeiertag der VR China
2019/09/29
 

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrter Herr Staatsminister Dr. Herrmann,

sehr geehrte Frau Prof. Männle (Präsidentin der Hans-Seidel-Stiftung),

sehr geehrte Frau Cornelia Rudloff-Schäffer (Präsidentin des deutschen Patent- und Markenamts),

sehr geehrter Herr Stefan Kersten (Präsident des Bayer. Verwaltungsgerichtshofs),

sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer (Landespolizeipräsident),

sehr geehrter Herr Hubertus Andrä (Polizeipräsident München),

Liebe Kinder aus Prien am Chiemsee,

liebe Kolleginnen und Kollegen des konsularischen Korps,

meine Damen und Herren, liebe Freunde,

wir kommen heute hier zusammen, um das 70. Jubiläum der Gründung der Volksrepublik China zu feiern. Im Namen des chinesischen Generalkonsulats in München heiße ich alle anwesenden Gäste ganz herzlich willkommen.

China hat in den letzten 70 Jahren, insbesondere seit der Reform- und Öffnungspolitik wesentliche Veränderungen erfahren und sich von einem abgeschotteten, armen, schwachen in ein offenes, fortschrittliches und prosperierendes Land umgewandelt. In fast allen Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik, Bildung, Kultur und Gesundheitswesen sind erhebliche historische Fortschritte erzielt worden. Besonders erwähnenswert ist, dass China insgesamt 700 Mio. Menschen aus der Armut befreit hat. China ist damit das erste Entwicklungsland, das das Ziel der Armutsbekämpfung der UNO erreicht und mehr als 70% zur weltweiten Armutsbekämpfung beigetragen hat.

„Ob ein Schuh passt, erfährt man erst durch das Anprobieren“, hat Staatspräsident XI Jinping einmal gesagt. Ob der Entwicklungsweg eines Landes passt, soll das Volk dieses Landes selbst beurteilen. In der Vergangenheit ist China ein paar Umwege gegangen, aber die Kommunistische Partei Chinas hat daraus wichtige Lehren gezogen, ihr Regierungsniveau ständig erhöht und ihre Regierungsweise immer weiter verbessert. Die Praxis und die Leistungen in den letzten 70 Jahren machen deutlich, dass der sozialistische Weg chinesischer Prägung unter Anleitung der Kommunistischen Partei Chinas der richtige Weg für China ist. Die chinesische Entwicklung stellt keine Bedrohung für andere Länder dar.

Meine Damen und Herren, ein bekanntes Zitat vom chinesischen Philosoph Mencius lautet, „In der Armut kümmert man sich eher um sich selbst. Aber im Reichtum denkt man an die ganze Welt.“ In den vergangenen 70 Jahren stellte China zunächst seine eigene Entwicklung in den Mittelpunkt. Die internationale Gemeinschaft gewährte uns wertvolle Unterstützung und Hilfe. Nun wünscht sich Herr Staatspräsident XI Jinping mit seinem Vorschlag der Schicksalsgemeinschaft der Menschheit, dass China in seiner jetzigen Entwicklungsphase sich mehr in die internationale Gemeinschaft integriert, sich an internationalen Mechanismen beteiligt, kein Nullsummenspiel betreibt, Entwicklungschancen mit anderen Ländern teilt und zu den allgemeinen Problemen der Menschheit die chinesische Lösung anbietet. „Belt and Road“-Kooperation, Kooperationen mit mittel- und osteuropäischen Ländern, China International Import Expo und eine Reihe von Maßnahmen zur weiteren Öffnung sind bemerkenswerte Beispiele für chinesische Bemühungen in den letzten Jahren.

Zurzeit bedrohen der Unilateralismus und Protektionismus die gesunde und stabile Entwicklung der Weltwirtschaft und schaden dem Weltfrieden. China und Deutschland sollen ihre strategische Konsultation, Koordination und Kooperation verstärken, um Hand in Hand allgemeinen Herausforderungen der Menschheit zu begegnen. Beim 12. Chinabesuch von Bundeskanzlerin Merkel haben beide Länder bei folgenden Themen neue Konsens gefunden: Multilateralismus und Freihandel, Öffnung und Inklusion, gegenseitige Marktöffnung, Ausbau chinesisch-deutscher Kooperation. Im zweiten Halbjahr 2020 übernimmt Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Für seine EU-Ratspräsidentschaft setzt sich Deutschland zum Ziel, Verhandlungen über europäisch-chinesische Investitionsvereinbarung zu vollenden und die zuverlässige Handelspartnerschaft zwischen Europa und China zu verstärken. Aus diesem Grund sollen die chinesische und deutsche Wirtschaft ständig voraussehen, in noch mehr Bereichen stärker zusammenarbeiten und zukünftige Märkte erschließen.

Eigentlich sollen wir jetzt die Konsens unserer Regierungschefs umsetzten. Aber wegen ungeeigneter politischer Taten deutscher Seite sind die chinesisch-deutschen Beziehungen beeinträchtigt worden. Ich hoffe aufrichtig, dass beide Seiten die solide Basis für unsere Zusammenarbeit in allen Bereichen wertschätzen, gegenseitig respektieren und unsere bilateralen Beziehungen gleichberechtigt und zum gegenseitigen Nutzen pflegen. Aber ich glaube, Bayern ist Bayern!

Seit meinem Amtsantritt habe ich tief und innig empfunden, dass die bayerischen Regierung unter Anleitung von Herrn Ministerpräsident Dr. Söder die traditionell freunschaftliche Politik zu China fortsetzt und großes Interesse an der Zusammenarbeit mit China hat. In Bayern befinden sich zahlreiche High-Tech-Unternehmen. Die Stärke Bayerns bildet zugleich den Schwerpunkt der zukünftigen Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland. Ich bin fest überzeugt, dass China und Deutschland bzw. China und Bayern ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen und weiter optimieren. In einem Monat wird der Vizeministerpräsident und bayerischer Wirtschaftsminister Herr Aiwanger mit einer Delegation nach China reisen. Ich wünsche ihm einen vollen Erfolg bei seinem Chinabesuch und hoffe, dass wir dabei noch mehr gemeinsame Interessen und gemeinsame Bereiche für unsere Zusammenarbeit finden.

Meine Damen und Herren, eben habe ich mit Herrn Staatsminister Dr. Herrmann unsere beiden Steinlöwen eingeweiht. Der Löwe ist Schutzfigur der Chinesen. Er ist zugleich ein wichtiger Bestandteil des bayerischen Staatswappens. Er ist ein Symbol, das wir gemeinsam verehren. In diesem Jahr begeht auch die Bundesrepublik Deutschland ihren siebzigsten Gründungstag. Außerdem feiern wir jedes Jahr Ende September den chinesischen Nationalfeiertag und das Münchner Oktoberfest. Das sind unsere Gemeinsamkeiten. In Zukunft werden wir uns noch besser kennen und noch mehr Gemeinsamkeiten finden. Wir reden manchmal von Kulturunterschieden, aber mit unserer positiven Einstellung können wir die Unterschiede zu neuen Gemeinsamkeiten umwandeln. Meiner Meinung nach überwiegen die Gemeinsamkeiten zwischen China und Deutschland weit die Unterschiede.

Zum Schluss gratuliere ich China und Deutschland ganz herzlich zum siebzigsten Geburtstag. Ich wünsche beiden Ländern weiterhin Wachsen und Gedeihen. Möge die Freundschaft zwischen uns ewig währen. Prost!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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